Grünes-Netzwerk wächst weiter

Treffen von Vertreter:innen aus fast allen Grünen Ortsverbänden

In den zurückliegenden zwei Jahren konnten sich aufgrund der Corona-Einschränkungen Vorstände der Grünen im Wetteraukreis nur bei sehr wenigen Gelegenheiten live sehen. Anfang April trafen sich Vertreter:innen aus fast allen Grünen Ortsverbänden und Gemeinde- bzw. Stadtfraktionen im Schlosscafé in Büdingen zu einem intensiven Gesprächsaustausch. Thomas Zebunke, Co-Sprecher der Grünen im Wetteraukreis, begrüßte: „Endlich können wir es einmal wagen unter Beachtung der gebotenen Hygienemaßnahmen ein solches kreisweites Treffen der Grünen Vorstände und Fraktionsvorsitzenden durchzuführen. Es gibt viele Themen zu besprechen und wir wollen gemeinsam in eine neue Phase der inhaltlichen Arbeit starten.“

Am Anfang widmeten sich die Versammelten der aktuellen Situation der vor dem Krieg in der Ukraine geflüchteten Menschen im Wetteraukreis. Kathrin Anders, Landtagsabgeordnete aus Bad Vilbel und dort Vorsitzende des Flüchtlingshilfevereins, berichtete, wie das Land Hessen sich um die Aufnahme der Geflüchteten bemüht und welche Regelungen bereits auf den Weg gebracht worden sind. Es folgten Berichte aus einzelnen Gemeinden des Kreises. Aus allen Orten wurde von einer großen Hilfsbereitschaft und Engagement berichtet. Jedoch waren sich auch alle einig, dass die staatlichen Stellen allen voran das Ausländeramt in Friedberg hinsichtlich Erreichbarkeit und Arbeitsgeschwindigkeit eine Katastrophe sind. Insbesondere Geflüchtete aus der Ukraine, die direkt arbeiten möchten und bereits eine Anstellungsmöglichkeit gefunden haben, müssten Wochen auf einen Termin warten, um die entsprechende Arbeitserlaubnis zu erhalten. Auch wurde die Frage aufgeworfen, mit welcher finanziellen Unterstützung Kreis und Kommunen vom Land rechnen können.

Nach einer Pause mit regem Austausch stellten Michaela Colletti und Thomas Zebunke, beide Sprecherin und Sprecher des Kreisverbandes, die Idee vor, Aktionsgruppen zu bilden. Michaela Colletti erklärte: „Es gibt viele Querschnittsthemen, die sehr gut kreisweit bearbeitet werden können, bei denen dann Fachwissen und Ideen aus den verschiedenen Kommunen ausgetauscht werden können.“ In der folgenden Beratung wurden die ersten fünf Arbeitsgruppen ins Leben gerufen. Die Grünen wollen sich zunächst den Themen, Wasser, Energie, Flächenversiegelung, Wirtschaft und Finanzen sowie Vorbereitung von Bürgermeisterwahlen widmen. Die Arbeitsergebnisse können sowohl vor Ort in die parlamentarische und politische Arbeit einfließen oder auf Kreis- oder Landesebene eingebracht werden.

Zum Schluss waren sich alle einig, dass zukünftig wieder mehr Gelegenheiten für den persönlichen Austausch organisiert werden sollen. Für „40 Jahre GRÜNE Wetterau“ wurden bereits Ideen gesammelt, wie parallel zum 50. Geburtstag des Wetteraukreises auch dieses Parteijubiläum adäquat begangen werden kann.