Alter Wein in neuen Schläuchen – Die Politik von Frau Herget-Umsonst und der SPD in Reichelsheim

Nach 12 Jahren Bürgermeister Bischofsberger haben sich viele Reichelsheimer von Frau Herget-Umsonst und der SPD eine neue Politik für die Stadt gewünscht. Statt Tricksereien und Aussitzen sollte es endlich mit den Bürgern voran gehen.

Aber was passiert? Es geht genauso weiter wie bisher: das Wäldchen in Reichelsheim soll gerodet werden und im neuen Gewerbegebiet in Weckesheim sollen annähernd 60.000 m² wertvollste Ackerböden für ein Gewerbegebiet, Parkplätze, Zufahrtsstraßen und nach der Ursprungsplanung sogar für Diskotheken geopfert und zubetoniert werden. Diese große  Bauleitplanung wurde ursprünglich mit nur zwei Stimmen Mehrheit von CDU und Freien Wählern beschlossen. Und das, obwohl weniger wertvolle Böden, z. B.  aufgefüllte Tagebauflächen, zur Verfügung stünden, aber nicht geprüft wurden, was gesetzlich vorgeschrieben ist. Sonderbar ist dies, war die SPD-Fraktion zuvor doch geschlossen gegen diese Planung.

Die Problematik mit dem großen Altwagenentsorgungsbetrieb in Weckesheim mit Lärm und Benzingestank wird auf die lange Bank geschoben. Man spielt den Ball der Verantwortung zwischen Regierungspräsidium Darmstadt und der Stadt hin und her.

Und warum und für wen will die Stadt auf Kosten der Steuerzahler Parkplätze für die Gewerbebetriebe bauen? Die Unternehmen, die in diesem Bereich bereits arbeiten bzw. sich neu ansiedeln möchten, müssen doch die Parkplätze nach der Stellplatzsatzung der Stadt selbst bezahlen.

Wie sieht es mit Emissions- und Verkehrsgutachten aus? Und was sagt ein Umweltbericht zu all den geplanten Maßnahmen? Auf der städtischen Internetseite ist dazu nichts zu finden.

Die Bedenken und Einwände der Anwohner werden beiseite gewischt – „wir, die SPD  haben schließlich die Mehrheit und die Macht!“

Das haben die Bürgerinnen und Bürger mit den Entgegnungen auf ihre Einsprüche zu dem Bauleitverfahren nach den Mitteilungen des Planungsbüros jetzt erfahren müssen.

Alternativen für den Bau der neuen KiTa in Reichelsheim werden mit fadenscheinigen Argumenten als nicht machbar abgetan. Und was die angebliche Hochwassergefahr für diesen Bereich betrifft, muss man sich fragen, ob da nicht mit falschen Fakten gearbeitet wird. Jedenfalls kam das fotografierte Wasser auf der Alternativbaufläche nicht von der Horloff, denn die war nicht über ihre Ufer getreten. Außerdem wissen wir, dass unser Wäldchen ein ausgezeichneter Wasserspeicher ist und damit als Puffer bei Hochwasser dienen kann!

Als Fazit bleibt: die SPD-Mehrheit mit der neuen Bürgermeisterin macht da weiter, wo Herr Bischofsberger aufgehört hat: Roden, Versiegeln, Betonieren und Aussitzen. Als gäbe es keinen Klimawandel und keine gesetzlichen  Hürden gegen den Verbrauch wertvoller Böden!

Wir von den Grünen Reichelsheim sind der Meinung, dass mit dieser Politik Schluss sein muss. Es kann nicht sein, dass die Anliegen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger einfach ignoriert werden. Und, Frau Herget-Umsonst, viele bunte Bildchen sind noch keine Politik. Wir erwarten eine Politik für die Reichelsheimer, nicht gegen sie!