Grüne begrüßen Verbesserung beim Tierwohl und regionaler Wertschöpfung
Clemens Breest aus dem Kreisvorstand der Grünen im Wetteraukreis, und Felix Kratz, Sprecher der Grünen Jugend in der Wetterau, informierten sich bei der offiziellen Einweihung der ersten mobilen Schlachtanlage für Geflügel in Ortenberg. Staatssekretär Oliver Conz aus dem Hessischen Umweltministerium und die Kreisveterinärin Dr. Veronika Ibrahim erläuterten zusammen mit dem Ehepaar Emrich aus Ortenberg-Usenborn über das Zustandekommen und Betrieb des einzigartigen Pilotprojektes. „Als Grüne im Wetteraukreis begrüßen wir es sehr, dass die Ökolandbau Modellregion WETTERAU sich mit diesem Projekt hessenweit für mehr Tierwohl und regionale Wertschöpfung engagiert“, erklärt Clemens Breest, „Das Pilotprojekt hilft kleinen Geflügelbetrieben bei einer schonenden Schlachtung und regionalen Vermarktung. Dem Projekt wünschen wir, dass es vielfach Schule macht.“

Der unermüdlichen Netzwerkarbeit von Frau Claudia Zohner als Koordinatorin der Ökomodellregion Wetterau ist es zu verdanken, dass die richtigen Akteure zusammenkamen. Das Hessische Umweltministerium gab das notwendige Gutachten für dieses Verfahren in Auftrag, die Gerty-Strohm-Stiftung finanzierte das Schlachtmobil, das Ehepaar Emrich erklärte sich für den Betrieb bereit und der Wetteraukreis unterstützte bei allen fachlichen Fragen. Durch dieses Zusammenwirken ist solch ein innovatives Projekt letztendlich möglich geworden. Wie Frau Zohner berichtet, steht ihr Telefon seit bekannt werden dieser Anlage nicht mehr still, selbst aus Bayern hat sie Anfragen erhalten.
Durch dieses Angebot werden dem Geflügel lange Fahrtwege zu Massenschlachthöfen und die dort oft qualvollen Schlachtverfahren erspart. Für viele kleine Betriebe, die keine Massentierhaltung betreiben, ist das eine große Hilfe. Sie können das Schlachtgut direkt in ihrem Betrieb weiterverarbeiten und regional vermarkten. Felix Kratz kommentiert das Angebot des Hof Emrich: „Als Ortenberger weiß ich jetzt, wo ich guten Gewissens mein Geflügel kaufen kann. Es ist gut, dass diese Tiere nicht leidvolle Touren durch Deutschland hinter sich haben, sondern bis zur letzten Minute ihres Lebens ein glückliches Leben führen konnten.“
