Grüne begrüßen schrittweise Rückkehr zum Schul- und Kitabetrieb
Die Grünen im Wetteraukreis begrüßen die Entscheidungen der schwarz-grünen Landesregierung zur schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs und die Ausweitung der Notbetreuung für alle berufstätigen Alleinerziehenden. „Die Entscheidungen sind in unseren Augen Ausdruck einer besonnenen Abwägung zwischen Bildungsauftrag bzw. Familienentlastung und Infektionsschutz“, befindet Myriam Gellner, Sprecherin der Grünen im Wetteraukreis, „Wir werden schrittweise lernen müssen, das Leben mit dem neuen Corona-Virus weiterzuführen.“
Seit der Schließung aller Schulen, Kitas und Kinderpflegestellen am 16. März begleitet von der strikten Kontaktsperre sind viele Kinder und deren Eltern unvermittelt vor völlig neue Herausforderungen und Ungewissheiten gestellt worden. Nicht jede Familie kann diese Belastung und das heimische Lernen gut bewerkstelligen. Deshalb ist es gut, dass die jüngste Entwicklung der Infektionszahlen eine vorsichtige Lockerung der verordneten Schutzmaßnahmen zulässt. Neben dem Infektionsschutz muss stets auch der Bildungsauftrag und die Situation der Familien mit bedacht werden. „Wir können uns nicht endlos vor dem Coronavirus verstecken, sondern müssen Wege finden, mit ihm zu leben. Deshalb wird jede Entscheidung Ergebnis einer verantwortungsvollen Abwägung wichtiger Anliegen sein müssen“, konstatiert Myriam Gellner.
Mit der jüngsten Entscheidung der Landesregierung, dass der Schulbetrieb am 27. April schrittweise wieder aufgenommen werden soll, erhalten Schülerinnen und Schüler und deren Eltern zumindest eine gewisse Perspektive, wie es in Coronazeiten weitergeht. Begonnen wird mit den Abschlussklassen der Gymnasien, Haupt-, Real- und Berufsschulen sowie den vierten Klassen der Grundschulen. Um die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten, werden die Klassen auf eine maximale Größe von 15 Schülerinnen und Schülern verkleinert. Die zentralen Haupt- und Realschulprüfungen wurden auf den Zeitraum vom 25. – 29. Mai verschoben. „Die Lehrkräfte sollten jetzt in der Woche bis zum Beginn des ersten Unterrichts vom Schulträger bei der Vorbereitung insbesondere der hygienischen Maßnahmen unterstützt werden. Die sanitären Anlagen der Schulen müssen in einen Zustand gebracht werden, der den Corona-bedingten Anforderungen genügt. Ausreichend Desinfektionsmittel müssen zur Verfügung gestellt werden. Auch auf die Nutzung von Mund-Nase-Masken und das regelmäßige Waschen der Hände soll hingewiesen werden. Risikogruppen in der Schülerschaft dürfen nicht ausgegrenzt werden, sondern sollen angemessene Berücksichtigung erfahren.“, fordern die Grünen.
Der Regelbetrieb an den Kitas wird vorerst noch nicht wieder aufgenommen. Allerdings haben jetzt alle Alleinerziehenden unabhängig ihres ausgeübten Berufes Anspruch auf eine Notbetreuung ihrer Kinder. Die Kommunen für die Kitas und der Wetteraukreis für die Kindertagespflege haben dafür Sorge zu tragen, dass Bedarfsmeldungen von Alleinerziehenden mit Kita-Kindern zeitnah entsprochen werden. Die Grundschulen müssen ihre bisherige Betreuung der Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen jetzt ausweiten für Kinder von allen Alleinerziehenden.
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